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Heimatkundlicher Nachmittag in Untergrombach - Natur und Naturschutz rund um den Michaelsberg (tam)

Mit einem im wahrsten Sinn des Wortes vielfältigen Thema beschäftigt sich der traditionelle Heimatkundliche Nachmittag des Heimatvereins Untergrombach in diesem Jahr. Am Sonntag, 5. Februar um 15 Uhr sprechen der Vereinsvorsitzende Dietmar Konanz und Thomas Adam vom örtlichen Umweltschutzverein im Pfarrsaal St. Wendelinus über die Themen „Natur und Naturschutz in Untergrombach“. Eine Materie, über die gerade in der Gemarkung rund um den Michaelsberg äußerst viel zu sagen ist: Denn landesweit gehört Untergrombach mit zu den artenreichsten Lebensräumen überhaupt, was die Zahl der vorkommenden Tier- und Pflanzenarten anbelangt.

Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei, der Heimatverein bewirtet mit Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken. In zwei Schwerpunkte gliedert sich die Vortragsveranstaltung: Dietmar Konanz stellt in seinen Ausführungen die vielfältigen Biotope und Schutzgebiete auf Untergrombacher Gemarkung vor, die vom Michaelsberg über die Ungeheuerklamm bis hin zu weniger bekannten Refugien wie Hohlwegen und Feuchtwiesen reichen. Auch Aspekte der Geologie spielen in seinem Vortrag eine Rolle. Ergänzend erläutert Thomas Adam den Artenreichtum dieser Lebensräume und die Maßnahmen, mit deren Hilfe der Naturschutz sich darum bemüht, eine solche landesweit fast einzigartige Vielfalt auf Dauer zu erhalten.


Landesjugendorchester in Bruchsal zu Gast (pa.)

Das war nicht nur Applaus, das waren Ovationen: Zweimal schon gastierte das Landesjugendorchester Baden-Württemberg (LJO) in den zurückliegenden Jahren im Bruchsaler Bürgerzentrum, und kaum waren die letzten Töne verklungen, wurden die jungen Musiker beide Male vom Publikum regelrecht gefeiert. Wer vielleicht vor Konzertbeginn noch mit einer gewissen Zurückhaltung geglaubt hatte, der Begriff „Jugendorchester“ habe etwas mit Anfängern in der Übungsphase zu tun, der wurde schnell eines Besseren belehrt: Hier hatte man, das war zu hören und zu sehen, junge Instrumentalprofis mit dem Potenzial für eine Karriere im klassischen musikalischen Fach vor sich. Der bleibende Eindruck, den das LJO bisher beim Publikum im Bürgerzentrum hinterlassen hat, war Anstoß für eine nochmalige Einladung nach Bruchsal.

Am Samstag, 21. April gastiert das rund 80-köpfige Ensemble um 19 Uhr im Rechbergsaal. Unter Leitung seines Dirigenten Christoph Wyneken, der seit mittlerweile über 35 Jahren ununterbrochen an der Spitze des spielfreudigen Orchesters steht, wartet das LJO diesmal mit Werken von Antonin Dvorák, György Ligeti, George Gershwin und Pablo de Sarasate auf. Höhepunkt des Abends aber wird Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie sein, die zu den berühmtesten Werken des Komponisten zählt und – vor allem durch den Auftakt zum 1. Satz – zugleich als eines der populärsten Stücke klassischer Musik überhaupt gelten darf. Sie ist auch unter der Bezeichnung „Schicksalssymphonie“ bekannt – erinnert doch das ebenso prägnante wie unorthodoxe Anfangsmotiv an hämmernde Schläge, als rüttle die Vorsehung an der Tür.

Karten zum Preis von 18 und 15 Euro (für Kinder und Jugendliche ermäßigt) sind erhältlich bei der Touristinformation Bruchsal, Am Alten Schloss 2, Tel. 07251/5059461. Ebenso sind schriftliche Reservierungen für die Abendkasse möglich: Stadt Bruchsal, Hauptamt, Abt. Kultur, Kaiserstraße 66, 76646 Bruchsal, Telefon 07251/79-380, 79-103 und 79-183, E-Mail: Thomas.Adam@Bruchsal.de


„Kleine Geschichte des Kraichgaus“ von Thomas Adam erscheint in zweiter aktualisierter Auflage (pm / gedo)

Restlos vergriffen – und gleich in aktualisierter Bearbeitung wieder neu aufgelegt: Thomas Adams „Kleine Geschichte des Kraichgaus“, erstmals im Juli 2010 beim G. Braun-Buchverlag in Karlsruhe erschienen, ist aufgrund der anhaltend starken Nachfrage in zweiter Auflage herausgekommen. Wobei für Autor und Verlag gleichermaßen wichtig war, nicht einfach einen unveränderten Nachdruck auf den Markt zu bringen, sondern die aktuellen Entwicklungen des vergangenen Jahres zu berücksichtigen. Dass im Sinsheimer Stadion das „kleine Finale“ der Frauen-Fußballweltmeisterschaft mit dem Spiel um Platz drei ausgetragen wurde, findet daher nun ebenso Erwähnung wie neueste archäologische Entdeckungen im Römerdorf Stettfeld sowie die Kampagne rund um das „Weinland Kraichgau“, die in touristischen Schildern an den Autobahnen der Region sichtbar zum Ausdruck kommt.

Dazu gesellen sich zahlreiche kleinere Einschübe und Ergänzungen, die Adam während seiner Lesereise durch den gesamten Kraichgau vielerorts hat sammeln können. Denn an mehr als vierzig Stationen ist der Autor seit vergangenem Sommer und noch bis Frühjahr 2012 unterwegs, um zwischen Besigheim und Heidelberg, zwischen Mühlacker und Aglasterhausen über sein Werk zu sprechen. Heimatvereine und Bildungswerke, Bibliotheken und Buchhandlungen haben ihn eingeladen, und kein Ort, von dem er nicht nach angeregten Gesprächen wieder neue Anregungen mitgenommen hätte – in die zweite Auflage sind etliche davon eingeflossen. Wobei es eine Erfahrung gibt, die Adam während seiner Lesereise geradezu als „historische Kontinuität“ der Kraichgauer Regionalgeschichte erlebt. Denn vor fast hundert Jahren schrieb der Geograph Friedrich Metz erstmals aus landeskundlicher Perspektive über diese Gegend und vermerkte bereits damals sinngemäß: Egal wo und wen man im Kraichgau nach dessen Ausdehnung oder Grenzen frage, überall erfahre man eigentlich nur, dass er gerade hier nicht sei und erst woanders, ein Stück weiter weg hinter dem übernächsten Nachbarort anfange. Ähnliches wiederholt sich nach Adams Beobachtungen bis auf den heutigen Tag; und so ist denn auch in jedem Ort seiner Lesereise der spannendste Moment für ihn die Frage an das Publikum, ob man sich hier dem Kraichgau zugehörig fühle. Was denn auch, heute wie vor hundert Jahren, vom Auditorium nicht selten verneint oder zumindest bezweifelt wird – und dies selbst im Raum Eppingen, wo doch eigentlich das „Herz des Kraichgaus“ schlagen müsste.

Erleichtert wurde die Entscheidung von Verlag und Autor für eine zweite und aktualisierte Neuauflage durch das positive Echo sowohl seitens der Presse wie der Leserschaft auf Adams Buch, derzeit die einzige umfassende Gesamtdarstellung der Kraichgauer Geschichte. Gelobt wird neben der stringenten und dabei doch lockeren Darstellungsform insbesondere die erzählerische Qualität des Textes, die – wie ein Rezensent es formulierte – das Buch zur geeigneten Lektüre auch für Belletristik-Fans mache. Information: Thomas Adam: Kleine Geschichte des Kraichgaus (Regionalgeschichte – fundiert und kompakt), 2. Auflage, G. Braun Buchverlag Karlsruhe, 272 Seiten, über 70 Abbildungen, 19,90 Euro, ISBN 978-3-7650-8553-6 (Foto pr)

 


Service und Informationen zu sämtlichen Veranstaltungen bei folgender Adresse: Stadt Bruchsal, Hauptamt, Abt. III (Kultur und Veranstaltungen) Kaiserstraße 66, 76646 Bruchsal Tel. 07251/79-380, -183 und -103 Fax 07251/79-11-380 E-Mail: Thomas.Adam@Bruchsal.de


 

 

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Stand: 23.01.2012